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Nachgefragt

Anmerkungen zur Literatur und Literaturgeschichte
HORST HAASE
ISBN 978-3-89819-319-1
292 Seiten
Art.Nr. 4319

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"Vorbemerkung

Nachgefragt wird in diesen vorwiegend publizistischen Notierungen aus den Jahren nach 1989/90 in doppelter Hinsicht: einmal meinen eigenen Ansichten von den hier behandelten Gegenständen, wie ich sie früher dargestellt oder bedacht habe, und die sich entweder bewährt und als richtig erwiesen haben oder der Ergänzung oder Korrektur bedurften. Zweifellos spielten die seit jenen Jahren eingetretenen historischen Veränderungen dabei eine wesentliche Rolle; sie warfen ein neues Licht auf manche Zusammenhänge, hoben Erkenntnisschranken auf und ermöglichten so neue Einsichten.
Zum anderen wird in ihnen der vorherrschenden öffentlichen Meinung nachgefragt, deren Deutungshoheit in Sachen Literatur und Literaturwissenschaft in dieser Zeit nicht weniger dominant war, als das zuvor der Fall gewesen ist. Die ausschlaggebenden Medien und eine in den neuen Ländern der Bundesrepublik Deutschland gründlich bereinigte Literaturwissenschaft gaben sich alle Mühe, ein Bild der Literatur zu zeichnen, das den veränderten Verhältnissen entsprach. Dem konnte ich nur selten folgen. Auch der einsetzenden Ignoranz gegenüber manchen Autoren, insbesondere solchen, die eng mit der Arbeiterbewegung oder mit der Entwicklung der DDR verbunden waren, versuchte ich nach Kräften entgegen zu wirken.
Wenn dennoch Reflektion und Polemik als Ausdruck dieses Nachfragens verhältnismäßig knapp angelegt sind, zumeist eher indirekt erfolgen, so hat das mit dem Charakter der meisten hier ausgewählten Arbeiten zu tun, der sich daraus ergibt, dass sie für die Tagespresse geschrieben wurden. Sie hatten vorrangig Informationsbedürfnisse zu befriedigen, mussten sich auf die Gegenstände selbst beziehen. Weiterführende Überlegungen oder wissenschaftliche Nachweise gar waren selten möglich"

14.50€Preis:
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Bauen in Leipzig 1945 - 1990

Joachim Tesch (Hrsg.)
ISBN 3-89819-159-1
Art.Nr. 4159

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Akteure und Zeitzeugen auf persönlichen Spuren Leipziger
Baugeschichte.

19.50€Preis:
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Philosophie vernünftiger Lebenspraxis

Helmut Seidel
Herausgegeben von Volker Caysa
ISBN 978-3-89819-320-7
436 Seiten
Art.Nr. 4320

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"Editorische Notiz und Danksagung
Die hier vorliegende Sammlung von Texten Helmut Seidels versucht eine repräsentative Auswahl aus seinem Werk zu geben. Auf Grund der beschränkten Seitenzahl der Edition musste auf Wichtiges, das allerdings noch gut zugänglich sein dürfte, verzichtet werden. Auch wurde
darauf verzichtet, Auszüge aus der Habilitationsschrift von Seidel hier abzudrucken, weil für diese Schrift Seidels nur eine vollständige Edition angemessen wäre.
Will man die philosophiehistorischen Monographien Seidels verstehen, muss man seine systematisch denkerische Arbeit kennen, die manchem hinter dem Philosophiehistoriker Seidel zu verschwinden scheint. Seidel war kein bloß sammelnder Philosophiehistoriker, sondern er war Philosoph, dem es darum ging die Philosophiegeschichte innerhalb eines bestimmten Paradigmas, nämlich dem, das Marx entwarf, nicht nur einzupassen, sondern es zu erweitern, um Frage- und Problemstellungen, die Marx genial antizipiert oder auch selbst übersehen hatte, in einer modernen marxistischen Philosophie aufzuheben.
Außerdem sei zur Anordnung der Texte Seidels angemerkt, dass sie nicht streng chronologisch nach dem Zeitpunkt ihres Entstehens und Erscheinens geordnet wurden, sondern systematisch -thematisch, weil gezeigt werden soll, wie sich der ursprüngliche Ansatz entfaltete, weiterentwickelte und veränderte. Dieses Vorgehen scheint auch deshalb sinnvoll zu sein, weil die äußere Erscheinungschronologie der Schriften Seidels nicht identisch ist mit der tatsächlichen Entstehungschronologie.
Das Nachwort versucht in diesem Kontext die Grundposition Seidels herauszuarbeiten, die sich allerdings veränderte, weshalb zur Charakterisierung des Seidelschen Denkens eben nicht nur der berühmte Aufsatz vom Oktober 1966 herangezogen werden darf, sondern auch die Weiterentwicklung dieser Position in anderen Texten beachtet werden muss. Wobei der Verfassser des Nachworts davon ausgeht, dass es den Seidel, dass es das Seidelsche Denken im absoluten Sinne nicht gibt, sondern dass es immer verschiedene Interpretationen Seidelscher Ideen geben wird, die Generationen vermittelt sind und durch thematische Schwerpunktsetzung variieren werden.
Wenn der damit verbundende mögliche Streit um Seidels Erbe produktiv in einen Dialog um sein unabgegoltenes Projekt einer Philosophie vernünftiger Lebenspraxis verwandelt werden könnte, hätte das Helmut Seidel sicher befriedigt."

16.50€Preis:
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Das erste Psychologie-Institut der Welt

Die Leipziger Universitätspsychologie 1879–1980
Walter Friedrich
ISBN 978-3-89819-326-9
360 Seiten
Art.Nr. 4326

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Vorwort
100 Jahre Psychologisches Institut an der Universität Leipzig – so könnte der Titel dieser Publikation auch lauten. Mit ihr wird beabsichtigt, einen Beitrag zur 600-Jahrfeier der altehrwürdigen Almamater Lipsiensis zu leisten.
– Die Universität Leipzig hat bei der historischen Genese einer empirisch fundierten wissenschaftlichen Psychologie eine große Rolle gespielt.
Dieser Tatbestand ist mit dem Wirken der Forscherpersönlichkeit Wilhelm Wundt eng verknüpft, der hier 1879 das erste Psychologie-Institut im Weltmaßstab gegründet und anschließend fast vier
Jahrzehnte als Direktor geleitet hat. Daraus versteht sich, dass sein wissenschaftliches Lebenswerk als Forscher, Organisator und außerordentlich produktiver Autor im Zentrum des ersten Kapitels steht.
– Im zweiten Kapitel wird sein Nachfolger Felix Krueger in den Mittelpunkt gerückt, der allerdings mit seinem Führungskreis eine von Wundt stark abweichende theoretische Konzeption entwickelte. Die sog. "Leipziger Ganzheitspsychologie" konnte jedoch den methodologischen Normativen einer Wissenschaft nur beschränkt genügen und verlor daher – trotz der Bemühungen, sie dem NS-System dienstbar zu machen – schon Jahre vor dem Ende des 2. Weltkrieges stark an Bedeutung.
Die Nach folger Kruegers, die Professoren Klemm, Volkelt, Lersch, Rudert, waren untereinander in Diadochenkämpfe verwickelt und konnten, verschärft durch die katastrophalen Kriegsfolgen, den totalen Verfall des ehemals berühmten Wundt-Instituts nicht aufhalten.
– Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Wiedererstehen der Leipziger Psychologie unter den Bedingungen der DDR. Obwohl das Institut weiter existierte, verlief doch der Start einer geordneten Arbeitsweise in den ersten Nachkriegsjahren sehr schleppend und kompliziert. Erst 1951 wurde der desolate Zustand regierungsamtlich beendet. Nach den ersten Institutsdirektoren, den Professoren Struck und Fischel, wuchs eine Generation junger Wissenschaftler heran (Hiebsch, Clauß, Kulka, Kossakowski u.a.), die die stark von der sowjetischen Psychologie geprägten theoretischen Positionen schöpferisch auf die Leipziger Verhältnisse anwandten.
Zum Höhepunkt der Institutsentwicklung gestaltete sich der XXII. Internationale Kongress der Psychologen (IUPS) im Jahre 1980, der zu Ehren des 100. Jahrestages der Wundt’schen Institutsgründung in Leipzig statt fand. Der Kongress führte zu einem massiven Entwicklungsschub am Leipziger Institut.
Das Auf und Ab in den drei Etappen der Institutsentwicklung, wichtige wissenschaftliche Leistungen, Forschungsschwerpunkte, aber auch Biographien der jeweiligen Führungspersönlich keiten sollen hier ebenso wie relevante politische und soziale Rahmenbedingungen erörtert werden.
Die Schrift richtet sich nicht nur an Fachpsychologen, sondern auch an andere Interessierte, besonders an Sozial- und Geisteswissenschaftler.
Eine allgemeinverständliche sprachliche Darstellung dieser Probleme wird angestrebt.
Für die Förderung dieser Publikation möchte ich der Rosa-Luxemburg-Stiftung-Sachsen (besonders dem Geschäftsführer Prof. Klaus Kinner), für die Unterstützung bei der Endredaktion und Layout-Gestaltung Herrn Dr. habil. Lutz Höll herzlich danken.
Walter Friedrich
Leipzig, im März 2009

16.00€Preis:
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