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DDR - Erfahrungen für eine sozialistische Zukunft

Unabhängige Autorengemeinschaft „Als Zeitzeugen erlebt“, Horst Jäkel (Hrsg.)
ISBN 978-3-89819-239-2
Art.Nr. 4239

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Gingen die 135 Staaten der Erde von Afghanistan bis Zypern, die bis 1988 die DDR diplomatisch anerkannten, einen Bund mit dem Teufel ein oder wurden sie gezwungen, auf ihren Botschaften die Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz – den Symbolen friedlicher Arbeit – zu hissen ? Unterlag die UNO am 18. September 1973 einem Irrtum, als sie die DDR als gleichberechtigtes Mitglied aufnahm? Ist es Geschichtsfälschung festzustellen, dass die DDR mehr als 80 Konventionen beigetreten ist, die unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen ausgearbeitet wurden und dass ein Bürger der DDR zum Präsidenten der 42. Tagung der UN-Vollversammlung 1987/88 gewählt wurde?
Es ist unbestreitbare historische Wahrheit, dass im Osten Deutschlands bei Verwirklichung der Beschlüsse des Potsdamer Abkommens der mühsame Weg eines revolutionären Prozesses – unter aktiver Mitwirkung von Millionen – über antifaschistisch-demokratische Reformen zur Schaffung der Grundlagen des Sozialismus gegangen wurde.
Die rund 80 Autoren dieses Sammelbandes sehen es als ihre Pflicht an, die Mängel und Schwächen dieses Prozesses zu benennen und zu analysieren, aber sie bestehen auch auf ihrem Recht, auf das in der DDR Geleistete stolz zu sein, besonders angesichts der Tatsache, dass sie aus der 40 Jahre alt gewordenen DDR in das uralte Deutschland der sozialen Kälte zurückgeworfen wurden.
Die Autoren erleben nun, wie ihr Staat - die DDR - auf ressortmäßige Einzelleistungen reduziert wird und wie die grundlegend anderen gesamtgesellschaftspolitischen Voraussetzungen und ihre Auswirkungen auf das Leben der Menschen durch den Zeitgeist entstellt und geleugnet werden.
Die derzeitigen Zustände des verstärkten Niedergangs der Demokratie sind nicht das letzte Kapitel der Geschichte. Je länger dieser menschenfeindliche Kapitalismus andauert, desto größer ist das Bedürfnis nach Sozialismus Das politische Profil eines zukünftigen Deutschlands muss ein sozialistisches sein. Auf der Suche nach Wegen für einen Sozialismus in Deutschland im 21. Jahrhundert kommt man an den Sozialismuserfahrungen der DDR nicht vorbei. Dem offenen oder verdeckten Sozialabbau, der Privatisierung und anderen Elementen neoliberaler Politik setzen die Verfasser eine sozialistische Perspektive entgegen.
Ohne nostalgische Verklärung legen sie sachlich, mit stark emotional geprägten Erlebnisberichten oder ironisch - belegt mit Fotos und anderen Dokumenten - das Zukunftstaugliche aus der DDR dar. Die Stärken des Volkseigentums, des Bildungs-, Kultur- und Sozialwesens, der Justiz und des Umweltschutzes sind Keimzellen für einen zukünftigen demokratischen Sozialismus. Die engagierte Friedenspolitik der DDR und die uneigennützige Solidarität bezeugen neben „gelernten“ DDR-Bürgern auch Ausländer. Anschaulich werden Entwicklungsprozesse aus fast allen Lebensbereichen dargestellt und
herausragende Einzelpersönlichkeiten gewürdigt.
Die Autoren beweisen: Links ist erst mit Sozialismus gepaart eine Standortbestimmung!
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19.00€Preis:
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„Ich benötige keinen Grabstein ...“

Brechts literarisches Schaffen im Kontext des 20. Jahrhunderts
Klaus Schuhmann
ISBN 3-89819-248-2
Art.Nr.4248

15.00€Preis:
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Einer nach dem DDR-Anschluss

Tagebucherinnerungen
Kurt Frotscher
ISBN 978-3-89819-238-5
Art.Nr. 4238

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Autobiografisches wird in den Kontext relevanter politischer Geschehnisse unmittelbar nach dem Anschluß 1990 gesetzt. Aus der Sicht "von unten", gestützt auf Tagebuchaufzeichnungen, sollen dem Leser lebendige Bilder des Nachwendealltags vermittelt werden, wie sie der überhastete Anschluss der DDR zwangsläufig zur Folge hatte. Aus eigenem Erleben schildert er,wie sich Betroffene organisierten, um sich gegen die Delegitimierungsbestrebungen der Regierenden, gegen Ausgrenzung und politische Strafverfolgung zu wehren.

14.00€Preis:
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Scholochow und Stalin

Ein Beitrag zur Kontroverse um den Literaturnobelpreisträger
Willi Beitz
ISBN 978-3-89819-266-8
Art.Nr.4266

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Seit mehr als einem Jahrzehnt hat man in den hiesigen Medien ein Bild des russischen (sowjetischen) Schriftstellers Michail Scholochow (1905 bis 1984) gezeichnet, das weitab von den Realitäten seines Lebens liegt.

5.00€Preis:
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Industriegeschichte der Stadt Dresden 1945 - 1990

Beiträge zum 800. Stadtjubiläum
ISBN 978-3-89819-257-6
Art.Nr.4257

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Die 800jährige Geschichte und das moderne Gesicht Dresdens sind nicht denkbar ohne seine industrielle und wirtschaftliche Entwicklung. Von Ideenreichtum, unternehmerischem Wagemut und ökonomischer Weitsicht zeugen nicht nur vergangene Jahrhunderte, sondern auch die jüngste Industriegeschichte der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und den verheerenden Zerstörungen des 13. Februar 1945. Diese Zeit kann nur in der Einheit von Wiederaufbau, dem Beginn einer neuen industriellen Revolution und sozialistischem Experiment betrachtet und bewertet werden.
Im Rahmen der von Industriefachleuten der Stadt initiierten Arbeitsgruppe "Industriegeschichte zwischen 1945 und 1990" wurden Betriebsgeschichten der wichtigsten Dresdner Betriebe und Kombinate erarbeitet. Beruhend auf dem Engagement von ehemaligen Führungskräften und Mitarbeitern entstand eine einzigartige Sammlung von Dokumentationen, die im Stadtarchiv Dresden gesammelt wurden.

13.50€Preis:
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Ich erinnere mich noch gut ...

Julius Feicht
ISBN 978-3-89819-241-5 (2 Bände)
Art.Nr. 4241

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Der Autor Julius "Jule" Feicht wäre auch zu bewundern, wenn er dieses spektakuläres Buch nie geschrieben hätte. Zum Beispiel als Schwimmer: Er feierte ein gutes halbes Jahrhundert nach seinem Triumpf bei den Berliner Meisterschaften 1947 als 80-Jähriger drei Siege bei den Senioren-Europameisterschaften 2001 auf Mallorca – zwei davon sogar in Meisterschaftsrekordzeit in seiner Altersklasse.
Oder als Trainer: Seine Initiativen und Ideen trugen entscheidend dazu bei, dass die DDR zu den führenden Schwimmländern der Welt aufstieg und nach ihrem Untergang ein Kapitel Weltschwimmgeschichte hinterließ. Oder als Funktionär: Da bewies er ebensoviel Durchsetzungs- wie Einfühlungsvermögen. Und dann vor allem als Mensch: Er demonstrierte ebenso überzeugend Konsequenz – nahm dafür zuweilen auch Ärger in Kauf – wie Einfühlungsvermögen. Um keinen Preis zu übersehen: Der Familienvater Feicht, der sich den Ruf erwarb, ebenso umsichtig wie liebevoll zu sein. Solch Urteil könnte den Verdacht aufkommen lassen, es handelt sich bei diesen Zeilen um einen in Auftrag gegebenen Werbetext. Nichts Negatives an diesem Menschen? Wohl auch, aber das fällt bei den vielen positiven Eigenschaften nicht sonderlich ins Gewicht.
Und nun, auf dem Weg durchs neunte Lebensjahrzent, betätigte er sich auch noch als Autor und Biograf. Das vorliegende Ergebnis dieser Bemühung beweist zumindest, dass er dabei mit der gleichen Beharrlichkeit vorging, wie sonst im "Leben". Am Ende entstand ein umfassendes, nüchternes, aber dennoch Lebensfreude vermittelndes Zeitgemälde. Selbst derjenige, der sein Leben lang wenig Schwimmlust verspürte, könnte plötzlich entdecken, was er versäumt hat und wie viel Lust Schwimmen auslösen kann. Das alles vermittelt Jule Feicht nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit hunderten von Episoden und Geschichten, die er mit dem ihm eigenen Humor dekoriert.
Das Resultat ist eine unterhaltsame Feicht-Enzyklopädie, die man nur empfehlen kann.

29.00€Preis:
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Leipzig und Russland

Streiflichter aus Vergangenheit und Gegenwart
ISBN 978-3-89819-267-5
Art.Nr.4267

12.50€Preis:
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Ein neuer Faschismus?

Herausgeber Wolfgang Richter
ISBN 978-3-89819-242-2
Art.Nr.4242

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"Das Ende des Faschismus wurde in den 1990er Jahren durch eine Reihe von ernüchternden Entwicklungen infrage gestellt", schreibt der US-Autor R.O.Paxton. Was die Kriege der USA betrifft, so nennt der weltbekannte Friedensforscher Johan Galtung sie "geofaschistisch". Die Hegemonialpolitik der USA in der imperialistischen Globalisierung
lässt Sanbonmatsu fragen, ob in den USA ein postfordistischer Faschismus heraufzieht. Und Naomi Wolf schrieb im "Guardian" den heiß diskutierten
Artikel: "Ein faschistisches Amerika in
zehn einfachen Schritten". Der legendäre Manolis Glezos, der während der Okkupation die Nazifahne von der Akropolis holte, hatte am 8. Mai 2006 in Berlin gesagt: "Hitler ist in Bush wiederauferstanden."
Und W. Putin erklärte am Tag des Sieges 2007 auf dem Roten Platz, dass die heutigen Bedrohungen des Extremismus und der Konfrontation genau wie zu Zeiten des Dritten Reiches "auf weltweite Ausschließlichkeit und weltweites Diktat" gerichtet sind. Genug Gründe, um in Deutschland eine
Debatte um die Gefahren eines neuen Faschismus zu führen, wie sie auch durch den massiven Polizeieinsatz gegen Demonstranten beim G8-Gipfel in Heiligendamm provoziert wurde. Nicht wenige Autoren der vorliegenden Publikation kommen zu Schlussfolgerungen, die in die Diagnose oder Prognose eines neuen Faschismus münden.
Sinclair Lewis hatte bereits 1936 die negative Utopie "Das ist bei uns nicht möglich" als vielbeachteten Roman vorgelegt. Unsere Umschlagsgrafik ist der Titelgestaltung dieser amerikanischen Ausgabe entlehnt.
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14.00€Preis:
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